Konzept - Pflege Aktiv

Pflege Aktiv
Harttor 44
47608 Geldern

Tel: 0 28 31/9760252
Mobil: 01520/1987566 24h erreichbar!


Harttor 44
47608 Geldern
Tel: 0 28 31/9760252
Mobil: 01520/1987566 24h erreichbar!

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Über uns
Pflege Aktiv - Pflegekonzept

Betreutes Wohnen für Senioren in Geldern
Der ambulante Pflegedienst „Pflege Aktiv UG (haftungsbeschränkt)“, ist ein privater Anbieter von Pflegeleistungen, der seinen Sitz in Geldern, Harttor 44 hat. Die dortigen Geschäftsräume bieten Möglichkeiten zu Dienst- und Teambesprechungen sowie zu computerunterstützten Arbeiten zwecks Planung, Organisation und Dokumentation der Pflege. Personenbezogene Unterlagen und Schlüssel werden für Unbefugte unzugänglich aufbewahrt.

Schwerpunkte unserer pflegerischen Versorgung liegen bei der Betreuung von Patienten nach dem Pflegeversicherungsgesetz SGB XI und der Pflege nach dem SGB XII, hier insbesondere jungen Apoplektikern und psychisch erkrankten Menschen, sowie der Krankenpflege nach SGB V, besonders:

der Wund- und Stomaversorgung
der qualifizierten Portversorgung

unser Pflegebezirk ist der Kreis Kleve, primär der Südkreis. Das auf der Basis unseres Pflegeleitbildes entwickelte Konzept konkretisiert unser primäres Ziel „Für ein Leben Zuhause“ und ermöglicht allen am Prozess beteiligten Personen eine Nachvollziehbarkeit der durchführenden Pflege. Es gibt den Mitarbeitern Orientierung und die Möglichkeit der Identifikation mit ihrer Arbeit, es regelt Organisationsabläufe und Arbeitsweisen.


1. Grundlage
Als Grundlage für unser pflegerisches Handeln dient das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel.

Monika Krohwinkel ist Professorin für Pflege an der Fachhochschule Darmstadt. Ihr konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens veröffentlichte sie erstmals 1984. Sie orientierte sich dabei an verschiedenen Aussagen von Psychologen wie Maslow und Rogers, sowie den Pflegetheoretikerinnen Orem, Rogers, Peplau, Travelbee, Henderson, Logan und Thierny.

In einer abgeschlossenen Studie an Apoplexieerkrankten und deren Bezugspersonen wurde dieses Modell 1991 erprobt und weiterentwickelt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales in Deutschland, war dies die erste von einer Pflegenden durchgeführte wissenschaftliche Studie, die sich mit der ganzheitlich rehabilitierenden Prozesspflege am Beispiel von Apoplexieerkrankten befasste.

Da eines unserer Schwerpunkte die Pflege von Apoplektikern darstellt und das Modell der fördernden Prozesspflege, dass ein personenbezogenes, fähigkeits- und förderorientiertes System darstellt, sich weniger an den Defiziten orientiert, sondern vielmehr an den Fähigkeiten des Patienten, in völliger Kongruenz zu unserem Pflegeverständnis, unserem Werteverständnis, unserer Identifikation mit Pflege steht, fiel unsere Entscheidung für dieses Pflegemodell. Die Erhaltung der Selbständigkeit unserer Patienten ist eines unser erklärten Ziele. Der hilfebedürftige Mensch wird von uns in seiner Ganzheit (Körper, Geist, Seele, soziales Umfeld) wahrgenommen, er kann seine Bedürfnisse, ganz im Sinne der Bedürfnispyramide nach Maslow, entwickeln und mit seinen Fähigkeiten umgehen, auch im Bezug auf die Befriedigung seiner Bedürfnisse. Ist er dazu nicht mehr in der Lage, wird dies durch eine fachkompetente Pflegekraft, nach den allgemein pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen, wirtschaftlich und bedarfsgerecht übernommen. Sie übernimmt Dinge stellvertretend für den pflegebedürftigen Menschen, die er getan hätte, wenn er Wissen, Kraft und Fähigkeiten dazu hätte.


2. Kernaussagen zum Konzept der fördernden Prozesspflege

Mensch
Als Mensch wird sowohl der pflegebedürftige Mensch als auch die Pflegeperson verstanden. Krohwinkel sieht den Menschen als „einheitliches, integrales ganzes, das mehr und anders ist als die Summe seiner Teile, mit seiner Identität und Integrität“ (Rogers, 1970). Der Mensch ist ein durch seine gemachten Erfahrungen geprägtes Lebewesen, fähig sich zu entwickeln, zu wachsen und sich selbst zu verwirklichen.

Umgebung
Für das Leben, der Gesundheit und dem Wohlbefinden, ist in der ganzheitlichen Sicht die Umgebung der wesentliche Faktor. Mensch und Umgebung sind sich wechselseitig beeinflussende Systeme. Neben allen Lebewesen zählen zur Umgebung auch ökologische, physikalische, materielle und gesellschaftliche Faktoren. Der Bedarf an Veränderung der Umgebung wird besonders deutlich im Bereich der Rehabilitation.

Gesundheit und Krankheit
Laut Krohwinkel ist Krankheit und Gesundheit ein dynamischer Prozess. Dies bedeutet für die Pflegekräfte, dass sie sich nicht nur auf defizitäre Befunde beziehen, sondern die Ressourcen mit einbeziehen, die es zu stützen, zu fördern und zu erhalten gilt. Wohlbefinden und Unabhängigkeit werden von ihr als subjektiv empfundene Teile der Gesundheit identifiziert.

Pflege
Das Modell der „Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL)“ stellt ein Bedürfnismodell dar, welches sich in 13 Bereichen gliedert.

Kommunizieren können
Sich bewegen können
Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten können
Sich pflegen können
Essen und trinken können
Ausscheiden können
Sich kleiden können
Ruhen und schlafen können
Sich beschäftigen können
Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können
Für eine sichere Umgebung sorgen können
Soziale Bereiche des Lebens sichern und gestalten können
Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Von besonderer Bedeutung sind die beiden letzten Bereiche. Der zwölfte ist von Bedeutung, wenn die Defizite des Bedürftigen so ausgeprägt sind das er Hilfe Dritter in Anspruch nehmen muss. Dies gilt insbesondere für die Zeit nach einem Krankenhausaufenthalt, respektive dann, wenn die pflegebedürftige Person die gewohnten Gänge zum Erhalt der sozialen Beziehungen nicht mehr nachkommen kann. Die existentiellen Erfahrungen des Lebens stellen insofern eine weitere Besonderheit dar, da der Mensch im Laufe seines Lebens eine Reihe von Erfahrungen gesammelt hat, die sowohl negativ als auch positiv gelagert sind. Diese wiederum für die Pflege von elementarer Bedeutung sind um den Menschen in seiner besonderen Situation besser zu verstehen. Diese gemachten Erfahrungen werden von Krohwinkel in:

Existenzfördernde Erfahrungen wie:
Wiedergewinnen von Unabhängigkeit
Zuversicht / Freude
Vertrauen
Integration
Sicherheit
Hoffnung
Wohlbefinden
Sinn finden


Existenzgefährdende Erfahrungen wie:
Verlust von Unabhängigkeit
Sorge / Angst
Misstrauen
Trennung
Isolation
Ungewissheit
Hoffnungslosigkeit
Schmerzen / Sterben
Langeweile


Erfahrungen, die existenzfördernd oder existenzgefährdend sein können wie:
Wiedergewinnen von Unabhängigkeit
Kulturgebundene Erfahrungen wie Weltanschauung, Glauben, Religionsausübung
Lebensgeschichtliche Erfahrungen

gegliedert.
Die Bedürfnisse und Fähigkeiten haben eine physisch-funktionale, eine willentlich-emotionale, eine kulturelle und eine soziale Komponente. Diese sind immer, wenn auch unterschiedlich stark, ausgeprägt. Der pflegebedürftige Mensch hat Anspruch auf Berücksichtigung und Integration seiner gemachten Erfahrungen im Pflegeprozess. Krohwinkel beschreibt drei übergeordnete Bereiche, die Einfluss auf die Pflege haben:

das primär pflegerische Interesse
Hier ist der pflegebedürftige Mensch mit seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Problemen gemeint, mit allen Einflüssen aus der Umgebung, der Diagnostik und Therapie.
die primär pflegerische Zielsetzung
Im Mittelpunkt stehen hier die Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person zur Gestaltung und Realisierung von Unabhängigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Dies gilt unabhängig der Prognose oder dem Gesundheitszustand für alle Menschen.
die primär pflegerische Hilfeleistung
Hier sind die verschiedenen Möglichkeiten des methodischen Handelns gemeint (handeln für jemanden, führen und leiten, eine fördernde Umgebung schaffen, unterstützen, anleiten, beraten, unterrichten und fördern)


3. Das Managementmodell
Nach Monika Krohwinkel ist professionelle Pflege ein Prozess, in dem sich direkte Pflege, Pflegeorganisation, Pflegekoordination und Pflegedokumentation zusammenfügen und sich ergänzen. Sie weist darauf hin, dass zur Umsetzung zeitlich, personelle und strukturelle Ressourcen benötigt werden. Sie teilt die pflegerischen Leistungen in drei Hauptaufgaben, die sie als eigenständig pflegerische Aufgabe ansieht.

die direkte Pflege
die Organisation der Pflege
die Pflegedokumentation

Darüber hinaus gibt es laut Krohwinkel noch weiter Aufgaben:

pflegerische Aufgaben nach Anordnung, wie die Mitarbeit bei Diagnostik und Therapie
Kooperation mit anderen Berufsgruppen

um diese Aufgaben gewährleisten zu können und eine hohe Effektivität in deren Umsetzung zu erreichen bedarf es der:

geplanten Pflege
Planung aller pflegerischen Einzelleistungen um eine Transparenz für alle Teammitglieder zu gewährleisten
Koordination und Festlegung von Zuständigkeiten verschiedener Leistungen
Nutzung mündlicher und schriftlicher Kommunikationsformen zur Informationsweitergabe
Überprüfung und der ggfs. anstehenden Modifizierung der Pflege


4. Struktureller Aufbau des Pflegedienstes
Pflege Aktiv erfüllt die vertraglich vereinbarten personellen Mindestvoraussetzungen (Rahmenvereinbarung nach § 132 SGB V und § 75 Abs.1 und 2 SGB XI) in der Form, dass zur Zeit zwei ex. Altenpflegerinnen und drei ex. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen beschäftigt sind. Die leitende Pflegefachkraft hat nach mehrjährigen Erfahrungen im ambulanten Bereich eine entsprechende leitungsbezogene Fachweiterbildung für die Führung einer ambulanten Pflegeeinrichtung (460 Std.) absolviert. Die stellvertretende Leitung erfüllt aufgrund seiner langjährig gemachten Erfahrungen ebenfalls die Voraussetzungen. Daneben steht ein Lehrer für Pflegeberufe, mit Weiterbildung zum Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege, sowie der Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten dem Pflegedienst zur Verfügung. Dies ermöglicht perspektivisch den Einsatz von Gesundheits- und Krankenpflegeschülern, wodurch junge, innovative Ideen den Pflegedienst „Pflege Aktiv“ immer am momentanen Zeitgeschehen teilhaben lassen. Ein weiterer Aspekt dieses gewährleisten zu können, stellt die regelmäßige Auslage von Fachliteratur dar. Pflegekräfte ohne pflegerische Grundkenntnisse werden im Rahmen einer Basisausbildung im Umfang von 200 Stunden für ihre Tätigkeit qualifiziert. Sie werden unter ständiger fachlicher Anleitung eingesetzt. Die Pflege wird unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft durchgeführt. Aufgaben unserer leitenden Pflegekraft sind u.a.:

das Führen von Erstgesprächen
die Pflege und Versorgung von Patienten
die fachliche Planung und Überwachung der Pflegeprozesse
Führen und Überwachung der fachgerechten Führung der Pflegedokumentation
Dienst- und Einsatzplanung entsprechend der individuellen Wünsche und Anforderungen der Patienten unter Berücksichtigung von Wünschen der Pflegekräfte
Sicherstellung von regelmäßigen Dienstbesprechungen
Interne Qualitätssicherung
Sorge tragen, dass alle an einem Strang ziehen, um möglichst gute Ergebnisse erzielen zu können
schaffen eines Klimas zur offenen Kommunikation
schaffen einer Kultur des gegenseitigen Respekts

Darüber hinaus legen wir bei der Auswahl der Mitarbeiter großen Wert auf persönliche, fachliche Qualifikation, soziale Kompetenz und Teamfähigkeit. Die Aufgaben und Kompetenzen der Mitarbeiter werden in Stellenbeschreibungen geregelt. Leistungen der Behandlungspflege (nach § 37 Abs.2 SGB V) werden ausschließlich durch 3jährig examiniertes Krankenpflegepersonal erbracht. Der kooperative Führungsstil unserer Leitung ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass sie und die Mitarbeiter sowohl in der Entwicklung von Ideen, als auch in der Umsetzung von Projekten eng zusammenarbeiten und sich in ihren Kompetenzen ergänzen. Die Aufteilung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben werden in einer entspannten (Gesprächs-) Atmosphäre, nach Konsensfindung aufgeteilt. Das Delegieren von Verantwortung und die entsprechende monetäre Leistung sind wichtige Bestandteile zur Motivation unserer Mitarbeiter. Die Eigeninitiative wird gefördert und der Kreativität freien Raum gelassen. Dadurch besteht auch Möglichkeit, insbesondere aufgrund der Verteilung von Verantwortung auf mehrere Personen und deren erlangten Kenntnisse, ein Ausfall einer Pflegekraft kompensieren zu können. Pflege Aktiv garantiert eine ausreichende, gleichmäßige und konstante Versorgung der betreuten Patienten entsprechend ihres pflegerischen Bedarfs und ihrer individuellen Bedürfnisse. Wir sind 24 Std. am Tag erreichbar. Unsere Geschäftszeiten sind: Montag - Freitag von 11.00 - 15.00 Uhr Außerhalb der Geschäftszeiten an Werktagen sowie an Wochenenden und an Feiertagen ist über die Rufnummer 02831 / 9760252 eine examinierte Pflegekraft jederzeit erreichbar (ggfs. Rufumleitung). Unsere Pflegedienstleitung ist über die Rufnummer 01520 / 1987566 erreichbar.


5. Organisation des Pflegedienstes
Pflege Aktiv erbringt Pflegeleistungen nach den Leistungen der häuslichen Pflege gemäß Pflegeversicherungsgesetz, Leistungen der Pflege nach BSHG und Leistungen der häuslichen Krankenpflege gemäß § 37 SGB V (ggf. Leistungen der Haushaltshilfe nach § 38 SGB V) Zur Feststellung des Pflegebedarfs führt unser Pflegedienst zunächst ein Erstgespräch im Kontakt mit dem pflegebedürftigen Menschen, ggfs. den Angehörigen und behandelnden Ärzten durch. Ein trialogischer Austausch ist dabei für uns von erheblichem Interesse um die Komplexität in seiner Ganzheit wahrnehmen zu können. Dies ist auch die Voraussetzung für uns entsprechend ganz im Sinne des zu pflegenden Menschen agieren zu können. In Teamsitzungen wird dann, unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des zu Pflegenden und der wirtschaftlichen Verhältnisse, das Team für die Bezugspflege mit entsprechender Nennung der Bezugspflegekraft festgelegt. Dadurch wird bereits eine individuelle und kontinuierliche Betreuung der Patienten gewährleistet. Dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Patient/Angehörigen/Ärzte und Pflegekraft, wobei das Augenmerk auf das Verhältnis zwischen Patient und Pflegekraft gerichtet ist, steht nichts mehr im Wege und trägt zu einer sehr guten Pflegesituation und Einbindung der individuellen Bedürfnisse bei. Sollte sich der Pflegebedürftige in einer anderen Pflegeeinrichtung befinden (z.B. Krankenhaus), gehen wir in Kontakt mit der Pflegeüberleitungskraft oder führen, wenn möglich dort den Erstbesuch und die Pflegeanamnese im direkten Kontakt mit dem Patienten durch. Anhand eines standardisierten Pflegeanamnesebogens, der EDV unterstützt (Programm Medifox) in Anlehnung an das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel, werden Informationen zum Pflegebedarf, die Möglichkeiten der aktivierenden Pflege sowie die Ressourcen des Patienten ermittelt und dokumentiert. Angehörige und andere Bezugspersonen des Pflegebedürftigen werden in die Datenerhebung mit einbezogen. Elementare Berücksichtung finden dabei auch die kulturellen, religiösen und sonstige individuelle Bedürfnisse des Patienten Berücksichtigung. Aufgrund der Pflegeanamnese wird in Absprache mit dem Pflegebedürftigen eine Pflegeplanung erstellt, Maßnahmen und Ziele werden festgelegt. Hierbei achten wir insbesondere auf die Ressourcen des Patienten, die Möglichkeit der Reaktivierung dieser und die möglichen Leistungen Dritter. Unsere Pflegeprozessanwendung im Überblick:

Einschätzung der Lebenssituation, Informationssammlung, Pflegediagnose, Ressource
Pflegeplanung mit Hilfe der AEDL’s n. Krohwinkel (Problem-Ziel-Maßnahme)
Pflegerische Handlung, Standards
Zielkontrolle, Evaluation
letztlich immer unter der Berücksichtigung des P-D-C-A Zyklus.
Der vom MDK empfohlene Pflegeplan wird bei Patienten, die Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz erhalten, in unsere Pflegeplanung mit einbezogen. Die Überprüfung der Pflegeplanung obliegt der Bezugspflegekraft respektive der Leitung. Sie wird regelmäßig in Bezug auf Effektivität (Art der Maßnahme) und Effizienz (Wirksamkeit der Maßnahme) evaluiert und in Absprache mit dem Patienten/Angehörigen der Entwicklung des Pflegeverlaufs angepasst. Wünsche des Patienten werden stets aktualisiert und finden Berücksichtigung.

Alle Daten des Patienten und der Pflegeverlauf werden in einem standardisierten Pflegedokumentationssystem von Medifox in Anlehnung an M. Krohwinkel festgehalten. Dies besteht aus dem Stammblatt, der Pflegeanamnese, der Pflegeplanung, dem Pflegebericht und des Leistungserfassungsbogens.
Je nach Besonderheit des Einzelfalls werden weitere Formblätter hinzugefügt (Medikamentenplan, Dokumentationsbogen für Injektionstherapie usw.). Neben der EDV unterstützten Dokumentation liegen bei jedem Patienten Dokumentationsunterlagen aus, die sach- und fachgerecht geführt werden. Sie sind allen an der Therapie beteiligten Personen, ob Angehörige, Wundmanagerinnen, Ärzten etc. zugänglich.
Stehen Verlegungen des Patienten in andere Pflegeeinrichtungen an, wird ein standardisierter Pflegeüberleitungsbogen verwendet, um eine nahtlose Übernahme zu gewährleisten.

Angehörige und weitere Personen aus dem sozialen Umfeld des pflegebedürftigen Menschen werden entsprechend beraten und unterstützt. Ggfs. wird auf eine Schulung in individuelle Techniken hingewiesen und bei Bedarf vor Ort abgehalten.


6. Qualitätsmanagement
Unter Beachtung des § 80 SGB XI und der „Gemeinsamen Grundsätze und Maßstäbe zur Qualität und Qualitätssicherung" findet die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems nach Din en ISO 9001 in der Fassung von 2008 in unserem Pflegedienst statt. Die Umsetzung dieses Systems, die auch die Bereithaltung eines QM-Handbuchs beinhaltet, wird durch den Qualitätsbeauftragten gewährleistet. Dieser wird in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung und der leitenden Pflegekraft, sowie unter Beteiligung aller Mitarbeiter das Qualitätsmanagementsystem einführen und stetig weiter entwickeln. Somit wird eine ständige Verbesserung und Überprüfung der Leistungen gewährleistet. Er koordiniert und betreut Projekte des Qualitätsmanagements und erarbeitet Verfahrensanweisungen und Standards. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit wird in regelmäßigen Abständen auch die Ermittlung der Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit sein. Dafür wird ein entsprechendes Formblatt entwickelt, wie auch ein standardisierter Beschwerdebogen, der es dem Pflegedienst ermöglicht, adäquat und zeitnah zu reagieren. Um innovativen Ideen der Mitarbeiter entsprechend Platz einzuräumen ist perspektivisch auch die Implementierung von Qualitätszirkeln angedacht. Ziel dabei ist es, die Kunden/Patientenzufriedenheit zu erhöhen und möglichst wirtschaftliche und mitarbeiterfreundliche Lösungsmechanismen festzulegen.

Regelmäßig durchgeführte Pflegevisiten stellen einen wesentlichen Bestandteil zur Qualitätssicherung in unserem Pflegedienst dar. Sie stellen ein Controlling-Instrument dar, bzgl. der Aktualität des Pflegeprozesses, der Umsetzung von Standards sowie auch zum Kommunikationsverhalten zwischen Pflegebedürftigen und Mitarbeitern. Hinweise aus den Pflegevisiten werden schriftlich festgehalten, mit dem verantwortlichen Mitarbeiter evaluiert und in regelmäßigen Abständen während der Dienstbesprechungen reflektiert.

Um eine Kontinuität der Pflegeleistungen zu gewährleisten, werden von uns Pflegestandards entwickelt und finden Anwendung. Dadurch wird die Pflege transparenter und nachvollziehbarer. Um das Rad nicht neu erfinden zu müssen, liegen Standards an denen wir uns orientieren in den Geschäftsräumen aus. Die, welche Anwendung finden, liegen zur Einsicht vor Ort bei jedem Patienten aus.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Qualitätsmanagements von Pflege Aktiv stellt die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter dar. Durch in- oder externe Schulungen wird gewährleistet, dass auftretende Wissenslücken gezielt beseitigt werden und somit zu einer allseitigen Zufriedenheit beitragen.

Sieben Grundsätze des Qualitätsmanagements sind aufgestellt und finden von der oberen Leitungsebene Anwendung:

1. Patientenorientung
da wir abhängig sind von unseren Patienten (sicherlich besteht auch eine gewisse Dependenz oder Interdependenz), müssen wir gegenwärtige und zukünftige Erfordernisse der Patienten verstehen, deren Anforderungen erfüllen und danach streben deren Erwartungen zu übertreffen.


2. Führung
Die Führungskräfte von Pflege Aktiv schaffen eine Übereinstimmung von Zweck und Ausrichtung der ambulanten Pflegeeinrichtung. Sie sollen ein internes Umfeld schaffen und erhalten, in dem sich alle Mitarbeiter voll und ganz für die Erreichung der Ziele der Einrichtung einsetzen können


3. Einbeziehung aller Mitarbeiter
Auf allen Ebenen machen unsere Mitarbeiter das Wesen unseres Pflegedienstes aus, und ihre vollständige Einbeziehung ermöglicht ihre Fähigkeiten zum Nutzen des Pflegedienstes einzusetzen.


4. Prozessorientierter Ansatz


5. Systemorientierter Managementansatz
Das Erkennen, Verstehen, Leiten und Lenken von Miteinander in Wechselbeziehung bestehenden Prozessen als System trägt zur Wirksamkeit und Effizienz unseres Pflegedienstes beim Erreichen unserer Ziele bei.


6. Ständige Verbesserung
Die ständige Verbesserung unserer Gesamtleistung im Pflegedienst stellt ein permanentes Ziel dar.


7. Sachbezogener Ansatz für die Entscheidungsfindung
Unter Berücksichtigung des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun beruhen alle wirksamen Entscheidungen auf der sachlichen Analyse von Daten und Informationen.
Start     Kontakt     
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü